Folge 12: “La Fattoria” – Italienische Küche und doch ganz anders.
Betritt man die kleine “La Fattoria” wird einem gleich bewusst, was italienische Gastfreundlichkeit bedeutet. Die viereckigen Holztische stehen dicht beieinander, an den Wänden hängen bunte Gemälde mit markanten Portraits und aus den Lautsprechern hört man italienischen Gesang. Köchin und Besitzerin der “La Fattoria” Pia Rahnenführer begrüßt uns mit einer ganz besonderen Herzlichkeit, die in jedem Gast gleich ein wohliges Gefühl entstehen lässt. ??„Zum Kochen kam ich, als mein Mann mir eines Abends offenbarte: Du Schatz, wir machen ein italienisches Restaurant auf.” Pia hatte zuvor noch nie beruflich gekocht, aber in dem Moment, wo ihr Mann von der Idee eines eigenen Restaurants erzählte, fing sie regelrecht Feuer und entfachte ihre große Leidenschaft zum Kochen. „Mein Ansporn war es von Anfang an, neben klassischen italienischen Gerichten wie Spaghetti Carbonara und Lasagne al forno, anderere besondere Kompositionen auf der Speisekarte zu haben, die kein anderes Lokal anbietet. Bei uns soll man nicht nur das zu essen bekommen, was es in jeder Pizzeria um die Ecke gibt.”
Pia lässt sich bei der Kreation neuer Gerichte von ihrem eigenen Geschmack leiten. „Ich probiere einfach aus, welche Zutaten zusammenpassen könnten und wenn ich das Gefühl habe, dass eine neue Komposition gelungen ist, dann darf erstmal mein Mann kosten. Wenn ihm das Gericht schmeckt, biete ich es unseren Stammgästen an. Bisher ist es zum Glück noch nie passiert, dass ein Gericht bei meinen Gästen geschmacklich durchgefallen ist.” ??Pias Kochkünste hat sie neben ihrer Leidenschaft auch ihrem Ehrgeiz zu verdanken. Das Kochen erlernte sie mit Hilfe von italienischen Kochbüchern, wie auch von den Frauen der italienischen Familie ihres Mannes. „Für mich ist es bis heute etwas ganz besonders, wenn wir in Italien zu Besuch sind und bei Bekannten zum Essen eingeladen werden. Die Art und Weise wie die älteren italienischen Frauen kochen ist einfach unbeschreiblich. Jeder der die Chance hat an solch einem Spektakel teilzunehmen, sollte sich dies auf keinen Fall entgehen lassen.” Am Anfang war Pia noch nervös, als die ersten italienischen Gäste zu ihr ins Restaurant kamen, aber mittlerweile vertraut sie auf ihre Kochkünste und weiß die Meinung ihrer italienischen Stammgäste zu schätzen, die auf die Pia‘s Pasta nichts kommen lassen.
Bestellt man in der “La Fattoria” einen Wein zum Dinner, so gibt es nicht etwa eine Weinkarte, wie in herkömmlichen italienischen Restaurants, denn hier berät der Chef persönlich. „Mein Mann ist sozusagen unsere wandelnde Weinkarte. Er empfiehlt den Gästen den passenden Wein zu ihrem Essen. Bei uns darf erst einmal jeder Gast probieren, bevor er ein ganzes Glas ausgeschenkt bekommt. Mein Mann liegt jedoch fast immer richtig, was den Weingeschmack unserer Gäste angeht.”
Pia ist Köchin aus ganzem Herzen. Am Anfang war sie von den vielen neuen Dingen, die sie zu lernen hatte, ein wenig überfordert. „Als ich das erste Mal selbstgemachte Pasta ausprobierte, dachte ich ernsthaft, dass ich dies nie lernen würde. Nach dem zehnten Mal merkt man jedoch, dass man immer besser wird. Heute ist es für mich unvorstellbar, dass ich es anfänglich so schwer fand, Pasta selber zu machen.”
Pias Fazit: ”Es lohnt sich nicht aufzugeben. Mit dem Kochen ist es wie mit allem im Leben, wer mit Liebe und Fleiss dran bleibt, wird schon bald die Früchte seiner Anstrengungen ernten.“
Pias Lieblingsrezept: Orecchiette mit Auberginenragout, Kirschtomaten und Mozzarellawürfeln

Die Zutaten für 4 Personen:
600 Gramm Orecchiette
2 Koblauchzehen
5 EL Olivenoel
1 Zweig Rosmarin
1/8 L trockenen Weißwein
350 Gramm Cherry-Tomaten
2 Auberginen
1 Rolle Zottarella Classic
Salz und Pfeffer
Die Arbeitsschritte:
Die Knoblauchzehen fein hacken und in 5 EL Olivenoel ca. einen Tag ziehen lassen. Die Orecchiette in kochendem Salzwasser nach Packungsaufschrift garen. Parallel Auberginen und Tomaten in kleine Würfel schneiden und zusammen mit der Knoblauch-Olivenoel-Mischung und den Rosmarinnadeln in einer Pfanne anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und für ca. 5 Minuten köcheln lassen. Wenn die Pasta al dente ist, in einem Sieb abtropfen lassen und mit in die Pfanne geben. Das Ganze salzen und pfeffern. Die Zottarella Rolle ebenfalls in kleine Würfel schneiden und kurz vor dem Servieren unter die Pasta heben. Buen Appetito!
Eine Antwort auf Folge 12: “La Fattoria” – Italienische Küche und doch ganz anders.
hallo pia,habe mit großer begeisterung
deinen beitrag und dein video gesehen
finde es ganz toll und wünsche dir und deinem
mann ein wunderschönes und gesundes neues
jahr und das alle wünsche in erfüllung gehen.
liebe grüße hiolla